Prüfung auf Einführung zweier Tangentialbuslinien im Stadtgebiet Oldenburg
Sehr geehrter Herr Krogmann,
für die Sitzung des Verkehrsausschusses am 08.12.2025 und die Sitzungen des VA und des Rates am 15.12.2025 stellt die FDP-Fraktion folgenden Antrag:
Prüfung auf Einführung zweier Tangentialbuslinien im Stadtgebiet Oldenburg:
Vorschlag 1: Tangentiallinie Nord–West–Süd (Ofenerdiek – Wechloy/Universität – Kreyenbrück)
Route und Haltestellen: Diese Tangentialverbindung würde im Norden beginnen, im Wohngebiet Ofenerdiek (z.B. Startpunkt Bahnhof Ofenerdiek oder Feldahornweg). Von dort führt sie Richtung Nordwesten über Nadorst/Scheideweg ins Quartier Bloherfelde/Eversten. Wichtige Station unterwegs wäre der Universitätscampus Wechloy (Carl-von-Ossietzky-Straße) im Westen der Stadt. Anschließend schwenkt die Linie nach Süden (über z.B. Marschweg / Helene-Lange-Schule) in den Stadtteil Kreyenbrück, mit Endpunkt am Klinikum Oldenburg (bzw. Kreyenbrück Zentrum). Die Strecke verbindet damit die Quartiere Ofenerdiek/Nadorst, Bloherfelde/Eversten (Uni) und Kreyenbrück direkt.
Vorschlag 2: Tangentiallinie Nord-Ost–Süd-Ost (Ohmstede/Donnerschwee – Osternburg – Krusenbusch)
Route und Haltestellen: Diese Linie soll die östlichen Stadtgebiete Oldenburgs tangential verbinden. Ein Startpunkt könnte im Norden/Osten bei Ohmstede/Etzhorn liegen (z.B. Haltestelle „Am Nordkreuz“ nahe Etzhorn, wo das Nahversorgungszentrum liegt, oder alternativ Donnerschwee Kaserne). Von dort führt die Linie südlich durch Donnerschwee (Kasernenviertel) bzw. entlang der Donnerschweer Straße und weiter Richtung Osternburg. Wichtige Zwischenhalte wären etwa Bahnhof Osternburg (Anbindung an die Regio-S-Bahn RS3) und das Ostkreuz (Kreuzung Bremer Straße / Stadtautobahn, in der Nähe von Gewerbegebiet Tweelbäke). Endpunkt der Linie ist im Südosten der Stadt, im Bereich Krusenbusch (z.B. Haltestelle „Bahnhof Krusenbusch“ oder Siedlung Im Krusenbusch). Damit verbindet die Strecke die Quartiere Ohmstede/Donnerschwee (Nordost) mit Osternburg (Zentrumsrand Südost) und dem Wohngebiet Krusenbusch im äußeren Süden.
Wir fordern die Verwaltung auf, die Machbarkeitsstudie sowie die Planung und Umsetzung der Tangentiallinien zu initiieren. Die Finanzierung soll auch unter Nutzung von Landes- und Bundesförderprogrammen geprüft werden. Ziel soll die Einrichtung zweier Tangentiallinien sein, die zentrale und periphere Stadtteile verbinden. Derzeit sind die Buslinien stark auf den ZOB ausgerichtet. Tangentiallinien würden Umwege vermeiden und das Netz effizienter machen.
Dabei ist auf eine Taktung von mindestens 15-20 Minuten während der Hauptverkehrszeiten zu achten.
Außerdem sollen die Tangentiallinien barrierefrei gestaltet sein, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr zu erleichtern. Eine Pilotphase von zwei Jahren soll ermöglichen, die Wirkung der Ringlinien auf Fahrgastzahlen und Verkehrsströme zu evaluieren.
Begründung:
- Verbesserte Vernetzung: Durch zwei Tangentialbuslinien kann eine direkte Anbindung verschiedener Stadtteile ohne Umstieg in die Innenstadt gewährleistet werden. Dies verkürzt die Fahrzeiten und erhöht die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs.
- Entlastung des Stadtzentrums: Die Tangentiallinien können dazu beitragen, den Verkehr im Zentrum zu reduzieren, indem sie eine schnelle Umsteigemöglichkeit zwischen unterschiedlichen Quartieren und eine höhere Flexibilität bei der Bedienung von Nachfragespitzen bieten.
- Förderung der Nachhaltigkeit: Oldenburg hat mit einem Bus-Anteil von nur 4% (gem. SrV 2023) noch erhebliches Steigerungspotenzial im ÖPNV und zusätzliche Tangentiallinien können einen messbaren Beitrag zur Verkehrswende und CO₂-Reduktion leisten.
Mit freundlichen Grüßen
Daniela Pfeiffer
Thorge Schramm
René Dittrich